Tapezieren wie die Profis
Von Die Redaktion am 26. September 2011Ein schönes weißes Zimmer zu haben sieht zwar schlicht und einfach aus, doch so einfach wie es hinterher aussieht ist es meistens nicht. Tapezieren muss geübt sein, damit am Ende nicht Kanten überlappen, Tapetenstücke nicht von der Wand fallen und die Farbe – wenn man denn streichen will – auch Halt hat. Mit den richtigen Mitteln sollte das aber jedem gelingen, sofern einige Voraussetzungen beachtet werden.
Wie auch bei jedem anderen Werkeln an Haus und Wohnung ist es wichtig, dass man die richtigen Vorbereitungen trifft und besonders alles gründlich vorbereitet, sonst könnte einem nach dem Tapezieren im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf dem Kopf fallen. Zu allererst sollte man die alte Tapete von der Wand entfernen. Hierbei ist auf Gründlichkeit zu achten, denn jeder geringste Rest kann dazu führen, dass die Tapete nicht kleben bleibt. Im nächsten Schritt sollte dann überprüft werden, ob die Wand überhaupt saugfähig ist. Einfach ein bisschen Wasser auf die Wand geben, schauen, ob es einzieht oder abperlt. Und sollte letzteres passieren, ist es zwingend notwendig, eine Rollenmakulatur aufzutragen.
Damit man auch weiß, wieviel Tapete man wirklich benötigt, ist es wichtig die Wände abzumessen. Auch Türen und Fenster mit einbeziehen, schließlich eignen sich die gut als Verschnitt, sollte man am Ende vielleicht doch zu wenig Tapete haben oder Kanten ausgebessert werden müssen. Danach die Tapetenbahnen zurecht schneiden, die dann eingekleistert werden. Nachdem das geschehen ist, von den beiden Enden zur Mitte hin rollen und die Einweichzeit beachten, die in der Anleitung steht. Zusätzlich ist auch darauf zu achten, dass man nicht im Zug die Arbeit erledigt, weil man sonst der Gefahr läuft, dass sich auf der Tapete Dellen bilden. Beim Einkleistern darauf achten wie schwer die Tapete ist. Umso schwerer, desto mehr Kleister ist hierfür die Faustregel.
Danach streicht man die angebrachte Bahn mit einer Tapetenbürste oder Gummirolle von der Mitte nach außen glatt und die Kanten werden festgedrückt. Wichtig ist, dass man die Tapete auf Kante, also Kante an Kante klebt, sonst ergeben sich unschöne Versätze. Ist die Tapete an der Wand, nicht ungeduldig sein. Die Tapete muss langsam trocknen, weil sie sich sonst wölben kann, womit die Arbeit umsonst wird. Am besten Zugluft und Hitze vermeiden, dann ist die harte Arbeit auch mit weißer Eleganz belohnt.