Das richtige Füllmaterial für Decken und Kissen
Von Die Redaktion am 5. September 2011Wie man sich bettet, so liegt man. Dieses Sprichwort trifft vor allem dann zu, wenn man im Fachgeschäft vor der Qual der Wahl steht, welche Füllung man für Bettdecke und Kopfkissen wählen soll. Da muss man sich natürlich zum einen die Frage stellen, ob man es eher weich oder fest mag und wie wichtig einem die Naturbelassenheit der Produkte ist.
Zum einen gibt es Daunen und Federn. Das Federkleid von Enten und Gänsen wird dazu genutzt. So, wie die Tiere vor Wärmeverlust geschützt werden, so isoliert das klassische Füllmaterial auch das Bett. Daunen machen Bettzeug weich und kuschelig. Federn im Bezug stützen dank ihrer elastischen Kiele und wirken dadurch fester. Je höher also der Anteil Federn ist, umso härter wirkt das Kissen. Da der Körper in der Nacht schwitzt und atmet, muss dieser Dunst irgendwo hin verschwinden. Federn und Daunen sind da ideal: da sie hygroskopisch sind, saugen sie Feuchtigkeit auf und leiten sie an die Zimmerluft ab. Dadurch bleibt das Bett angenehm temperiert.
Auch Schafwolle ist eine Variante, um das Bettzeug zu befüllen. Sie wärmt bei Kälte und gleicht Hitze kühlend aus. Zudem ist sie sehr strapazierfähig. Auch Feuchtigkeit wird von Schurwolle reguliert. Selbst wenn Wolle 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchte aufnimmt, fühlt sie sich nicht klamm an.
Auch Chemikalien, Säuren und Basen werden dank ihrer Selbstreinigungskraft gebunden und neutralisiert. Daher ist sie ideal für Allergiker geeignet.
Eine ganz extravagante Befüllung stellt Kamelflaumhaar dar. Decken, die damit gestopft sind, fühlen sich federleicht an und wärmen hervorragend. Ganz besonders edel sind Produkte aus Kaschmir. Dieses feine Ziegenhaar ist nahezu gewichtslos – dafür kostet es aber umso mehr. Pro Jahr liefert eine Kaschmirziege nur 100 Gramm Haare. Im Vergleich dazu: ein Kamel liefert 5 Kilo, ein Schaf bringt es sogar auf 10.
Auch synthetische Fasern sind eine Variante, die Decken und Kissen zu befüllen. Sie kosten recht wenig, da sie industriell in großen Mengen hergestellt werden können.